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"...Sollten wir einen weiteren Laufstall bauen, so würden wir auf jeden Fall wieder diese Bullen-Nuckel zur Wasserversorgung einsetzen." (Josef Hirl, Landwirt)

"Als wir den neuen Stall bezogen, kamen alle Tiere aus dem Anbindestall mit Tränkebecken. Wir machten uns deshalb auf eine schwierige Umgewöhnung gefaßt.

Das Chaos blieb aus! Wie von selbst, ohne langes Vormachen, benutzten die Tiere den Nuckel. Zur Kontrolle, ob sie auch genügend Wasser aufnehmen konnten, ließen wir noch Wasser in den Futtertrog laufen. Die ersten zwei Tage tranken die Tiere noch etwas davon. Ab dem dritten Tag war bei der „Wasserabgabe“ kein Tier mehr heranzulocken.

Der Arato-Bullen-Nuckel ist einfach und betriebssicher gebaut und hat ein Anschlußstück für die Rohrgröße 3/4 Zoll. Er wird mit fünf verschiedenen Düsen zur Regulierung der Wasserdurchlaufmenge bei unterschiedlichem Leitungsdruck sowie einer ausführlichen Betriebsanleitung geliefert.

Der Tränkzapfen funktioniert wie folgt: Die Tiere nehmen den Zapfen ins Maul und drücken mit dem Gaumen einen kleinen Hebel nach unten. Dabei wird ein federbelastetes Ventil zurückgeschoben, und der vorne austretende Wasserstrahl läuft den Tieren direkt in den Schlund.

Angebracht wird der Zapfen am günstigsten diagonal in einer Ecke der Tierbucht und ein bißchen nach unten geneigt. Das erreicht man am besten mit einem 45°-Winkelstück, das etwas aus der waagerechten Ebene nach unten gedreht wird. Die Höhe richtet sich nach der Tiergröße und sollte über Stirnhöhe sein. Bei unseren Tieren im Alter von ca. einem halben bis etwas über einem Jahr sind die Nuckel 120 cm bis 135 cm über dem Spaltenboden angeschraubt.
Zur Befestigung liefert der Hersteller zwei verschiedene Halter. Der einfache Halter mit Kopfstück genügt nach meiner Erfahrung zur Befestigung des Tränkzapfens in der Ecke. Falls der Nuckel aber nicht in einer Ecke oder nicht hoch genug eingebaut werden kann,so ist es vorteilhaft, den Halter mit Gabelstück zu verwenden. Hier liegt der Tränkzapfen geschützt und kann nicht beschädigt werden.

Der Wasserzulauf kann mit den beiliegenden Düsen so eingestellt werden, daß die Tiere zügig trinken, aber nicht mehr Wasser bekommen, als sie bequem schlucken können. Bei mir bekommen die Kälber bis 200 g ca. 1l/min und in der Endmast 5-7l/min. Zur Kontrolle der eingestellten Wassermenge habe ich den Tränkzapfen genau eine Minute lang gedrückt und das Wasser in einem Eimer mit Litermaß aufgefangen. Auf diese Weise kann man ablesen, wieviel Wasser durchgelaufen ist, und, wenn nötig, eine andere Düse in den Anschlußnippel einschrauben.
Hierzu wird die Überwurfmutter gelöst. Nun läßt sich der vordere Teil abnehmen und gibt den Zugang zur Düse frei. Mit den mitgelieferten Düsen lassen sich die erforderlichen Wassermengen bei einem Betriebsdruck von etwa 3 bis 5 bar erreichen. Bei einem Leitungsdruck über 8 bar muß ein Druckminderungsventil vor dem Tränkzapfen eingebaut werden. Für geringen Wasserdruck (weniger als 1,5 bar) können vom Hersteller Niederdruck-Düsen nachgeliefert werden.

Nach fast zweijährigem praktischen Einsatz kommen wir zu folgender Beurteilung: Der Arato-Bullen-Nuckel hat sich in unserem Laufstall für Rinder gut bewährt. In dieser Zeit sind keinerei Störungen oder Beschädigungen aufgetreten, und es läßt sich auch bisher kein Verschleiß feststellen. Er wird von neu eingestallten Tieren ohne Schwierigkeiten angenommen. (Die sehen das schon in der Nachbarbucht, wie man zu Wasser kommt.) Spielereien und Wasserduschen konnten bisher nicht fesgestellt werden. Eine Verschmutzung ist nicht möglich, und somit ist auch keine Reinigung erforderlich. Von über hundert Tieren, die den Stall bis jetzt durchlaufen haben, konnte allerdings ein Tier den Nuckel nicht bedienen. Dieses zeigte aber auch am Tränkebecken ein sonderbares Verhalten. Sollten wir einen weiteren Laufstall bauen, so würden wir auf jeden Fall wieder diese Bullen-Nuckel zur Wasserversorgung einsetzen." (Josef Hirl, Landwirt)



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